Neugut

Alters- und Pflegeheim Landquart


  • Wettbewerb selektiv

    1. Preis

  • In Zusammen­arbeit mit

    Joos & Mathys Architekten

  • Jahr

    2012 - 2015

  • Bauherrschaft

    Stiftung ZBK Landquart

  • Bausumme

    32.0 Mio

  • Auszeichnungen

    Auszeichnung Gute Bauten GR 2017
    Nominiert für Die Besten 2016
    "best architects 19" Auszeichnung


Ein Hof in der offenen Talebene

Der Neubau des Alterszentrums antwortet auf seine isolierte Lage am Ortsrand von Landquart mit einem Hofgebäude. So entsteht eine identitätsstiftende Mitte für das Leben im Heim, wie auch für den umliegenden Gutsbetrieb. Das Bedürfnis nach Intimität und Geborgenheit der Bewohner findet eine räumliche Entsprechung.

Die Architektur behauptet sich in der Weite der Talebene durch ihren strengen architektonischen Gestus und die kräftige Farbigkeit. Es entsteht ein Dialog zwischen Haus und Landschaft, ähnlich den Hotelbauten des alpinen Tourismus im 19. Jahrhundert.

Die umlaufende Kolonnade wirkt als durchlässiger Filter zwischen Hof und umliegendem Gutsbetrieb und wird zum Ort der Begegnung. Eine zweigeschossige Gartenhalle bildet ein räumliches Gegengewicht zum Haupthaus.

Zwischen Zuhause und Hotel

Die Innenräume bieten ein von Wohnlichkeit geprägtes Ambiente. Das Zusammenspiel von Materialität und Farbe, Licht und Möblierung weckt Assoziationen an das alte Zuhause, oder auch Hotelinterieurs. So wird die Realität einer hochprofessionellen Pflegeeinrichtung um eine andere, positiv konnotierte Dimension erweitert.

Ondulierende Gangfiguren erschliessen die Bewohnerzimmer. Es entsteht eine Sequenz von Kabinetten, welche jeweils einer kleinen Gruppe von Zimmern als Vorzone dienen. Der Anonymität einer Pflegeabteilung wird eine kleinere, vertrautere Masstäblichkeit entgegenstellt.

"Im Neugut mischen sich Zitate und Assoziationen zu einem verschwommenen Bild. Für einmal ist hier nicht die Klarheit von Konzept und Kanten das Ziel, sondern die Stimmung eines warmen Lebensabends."

Axel Simon, Hochparterre 4/15