















Die Stimmung im Obstgarten des Grundstü̈cks stand am Anfang des Entwurfs. Das neue Gebä̈ude soll etwas von dieser Atmosphä̈re behalten, es ist in Holz gebaut und kann als „Gartenhaus“ des bestehenden Einfamilienhauses gelesen werden. Es ist einiges grö̈sser als dieses, ü̈berspielt seine Dimension aber durch seine Form. Diese ist nicht eindeutig oder stark, sondern hat in ihrer kleinteiligen Gliederung etwas Gewachsenes an sich.
Die Wohnungen sollen eine mö̈glichst grosse Vielfalt an unterschiedlichen Qualitä̈ten bieten. Insgesamt werden acht, optional neun Wohnungen angeboten. Diese werden ergänzt durch drei separat erschlossene Zimmer oder Studios, die wahlweise den Wohnungen zugeschlagen werden kö̈nnen. Gemeinsam ist allen Wohnungen der grosse zentrale Wohnraum. Dieser Raum lä̈sst durch seine Grosszü̈gigkeit eine gewisse Offenheit der Interpretation zu, vom klassischen Wohnzimmer bis hin zur offenen Wohn- und Spieldiele.
Das Gebä̈ude ist in Holzbauweise konzipiert. Damit kann seine Gesamtenergiebilanz durch eine massive Einsparung von grauer Energie beim Bau um circa 20% reduziert werden. Weiter erlaubt die einfache Schottenstruktur eine ä̈usserst rationale Konstruktionsweise, die durch ihre schwache Determinierung einen hohen Grad an konzeptioneller Offenheit und Flexibilitä̈t zulä̈sst. Die tragenden Schotten kö̈nnen als Pfosten-/ Riegelkonstruktion oder auch in Elementbauweise erstellt werden. Die Querwä̈nde haben keine statische Funktion und kö̈nnen geschossweise versetzt werden.